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Reisen mit Fahrrad und Bahn

Veröffentlicht am 31.08.2020

Meine Lieblingsreiseform ist die Kombination von Fahrrad und Bahn. Wenn man nur die Regionalbahnen nutzt, braucht man die Fahrräder nicht reservieren, man kann sie in jedem Regionalzug mitnehmen. In einigen Verkehrsverbünden sind sie werktags ab 9 Uhr und am Wochenende kostenlos. Hier in Baden-Württemberg sind das die meisten Strecken, außer die Schwarzwaldbahn von Donaueschingen oder die Höllentalbahn. Hier kann man die Fahrräder zwar auch ohne Reservierung mitnehmen, aber man muss eine Fahrradkarte lösen. 

Welche Alternativen habe ich? Der Normalfall ist das Reisen mit einem Tourenrad. Wie ist es mit einem Faltrad, wie ich es auf Reisen bevorzuge?

Wenn man gar nichts reservieren möchte, kann man mit dem Quer-durchs-Land-Ticket auch durch ganz Deutschland reisen, wenn man nur Regionalzüge nutzt. Aber das dauert natürlich mit einigen Umstiegen deutlich länger, als wenn man ICE und IC nutzt. Nach Norddeich-Mole ist man so um 11 Stunden unterwegs gegenüber 7 Stunden mit ICE/ IC.

Wenn man mit dem IC fährt, muss man den Fahrradstellplatz vorher reservieren. Das erfordert damit etwas mehr Organisation, man kann nicht einfach die Bahnfahrt buchen und dann schauen, ob man das Fahrrad mitnehmen kann, sondern das muss man parallel zur Buchung tun, damit das passt. Mit dem ICE ist das wieder anders. Die meisten ICE haben keine Fahrradmitnahme. In den wenigen, die Fahrräder mitnehmen können, muss man wie im IC das Fahrrad reservieren.

Die Super-Spar-Preise sind meistens auch sehr viel günstiger als die Länderickets oder das Quer-durchs-Land-Ticket.

Wegen der totalen Flexibilität habe ich mir schon lange ein Faltrad gekauft. Und zwar eines, was einen festen Rahmen hat, und wo die Räder dann eingeklappt werden. Wie bei meinem Birdy. Damit habe ich ein stabiles Fahrrad, mit dem ich auch große Touren radeln kann. Damit kann ich jeden Zug nutzen und brauche auch nicht reservieren. Es zählt als Gepäck und der Transport ist damit zudem kostenlos. Ich muss es nur im IC, ICE zusammengefaltet haben, wenn ich einsteige und mir die Waggons aussuchen, die genügend Platz haben, um es abzustellen. Da ich die meiste Zeit ja radle, ist es mir diese Mühe wert. Ich kann auch unterwegs spontan entscheiden, da ich ja in jeden Zug komme,

So bin ich auch in diesem Sommer 2020 an die Nordsee gefahren und konnte die Super-Sparpreise buchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Vorteil eines Faltrades ist, dass ich im Falle einer Störung, die meine Planung der Bahnreise über den Haufen wirft, mich problemlos nur um Alternativzüge kümmern muss, unabhängig davon, ob sie Fahrräder mitnehmen oder nicht. Mit dem DB-Navigator auf dem Smartphone geht das problemlos. Wenn die Reise betriebsbedingt durch die DB geändert werden muss, ist jegliche Zugbindung der Sparpreis aufgehoben. Man kann jetzt jeden Zug nehmen, um sein Ziel zu erreichen. Wenn möglich, sollte man sich von der Bahn bestätigen lassen, dass der gebuchte Zug durch eine Störung, Verspätung bei der DB nicht erreicht werden konnte. Das ist nicht zwingend, aber erleichtert bei längeren Reisen die Kommunikation bei Kontrollen in Folgezügen, weil den Zugbegleitern weiter weg eventuell nicht alle Störungen auf der Strecke vorher bekannt sind.

Und hier noch Eindrücke meiner Reise im Corona-Sommer August 2020.